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HBCI oder EBICS: Welches Bankverfahren passt zu Ihrem Unternehmen?

Wer DATEV Unternehmen Online mit seiner Bank verbinden möchte, stößt schnell auf zwei Begriffe: HBCI und EBICS. Beide sind Bankzugangsverfahren, aber sie funktionieren unterschiedlich und eignen sich für verschiedene Anwendungsfälle. Dieser Artikel erklärt die wesentlichen Unterschiede, damit Sie die richtige Entscheidung für Ihr Unternehmen treffen können.

Was ist HBCI?

HBCI steht für Home Banking Computer Interface und ist das klassische PIN/TAN-Verfahren. Es ist das Verfahren, das die meisten Unternehmer bereits aus ihrem gewöhnlichen Online-Banking kennen. Die TAN wird dabei je nach Bank auf unterschiedliche Wege generiert:

  • Push-TAN: Eine App auf dem Smartphone zeigt eine Freigabe-Benachrichtigung an.
  • Foto-TAN oder QR-TAN: Ein QR-Code oder Barcode auf dem Bildschirm wird mit dem Smartphone gescannt.
  • Chip-TAN: Eine EC-Karte wird in ein kleines Gerät der Bank eingesteckt, das nach dem Scan des Bildschirm-Codes eine TAN erzeugt.

Welches Verfahren bei Ihnen zum Einsatz kommt, hängt davon ab, was Sie mit Ihrer Bank vereinbart haben. In DATEV Unternehmen Online wird der HBCI-Zugang über die Schnittstelle des Drittanbieters FinAPI eingerichtet. Es entstehen keine zusätzlichen Lizenzkosten für das Verfahren selbst.

Was ist EBICS?

EBICS steht für Electronic Banking Internet Communication Standard. Es handelt sich um ein Bankprotokoll, das ursprünglich für größere Unternehmen und Firmenkunden entwickelt wurde. Heute nutzen es jedoch auch kleinere Unternehmen, sofern ihre Bank es anbietet.

Der wesentliche Unterschied zu HBCI: Bei EBICS erhalten Sie von Ihrer Bank spezifische Zugangsdaten (Benutzerkennung, Kunden-ID, Hostname), die in DATEV Unternehmen Online eingetragen werden. Nach der Einrichtung muss ein sogenannter Initialisierungsbrief gedruckt, unterschrieben und an die Bank gesendet werden. Erst dann schaltet die Bank den Zugang frei.

EBICS unterstützt zudem mehrstufige Freigabeverfahren, etwa das Vier-Augen-Prinzip, bei dem zwei Personen eine Überweisung bestätigen müssen.

Der entscheidende Unterschied: Kosten

Beide Verfahren ermöglichen es Ihnen, Kontoumsätze in DATEV Unternehmen Online abzurufen und Überweisungen direkt aus der Software heraus auszuführen. Der hauptsächliche Unterschied liegt in der Kostenstruktur:

  • HBCI ist im Rahmen Ihrer DATEV-Nutzung ohne zusätzliche Verfahrensgebühren nutzbar.
  • EBICS verursacht in der Regel zusätzliche Gebühren seitens der Bank. Ob und in welcher Höhe, erfragen Sie direkt bei Ihrer Bank.

Früher galt EBICS als rein gewerbliches Großkunden-Verfahren. Diese Trennung ist heute weniger strikt. Dennoch lohnt sich EBICS vor allem dann, wenn Sie komplexere Anforderungen haben: etwa wenn mehrere Personen Zahlungsfreigaben erteilen sollen oder wenn Sie besonders große Zahlungsvolumina abwickeln.

Welches Verfahren sollten Sie wählen?

Für die meisten KMU bis 30 Mitarbeiter ist HBCI die einfachere und kostengünstigere Wahl. Sie benötigen lediglich Ihre üblichen Online-Banking-Zugangsdaten und ein kompatibles TAN-Verfahren.

Falls Ihre Bank nur EBICS für die Unternehmensanbindung anbietet, oder falls Sie besondere Anforderungen an den Zahlungsverkehr haben (z. B. Vieraugen-Prinzip), dann ist EBICS der richtige Weg. Schauen Sie in diesem Fall in die Unterlagen, die Ihnen Ihre Bank nach der EBICS-Freischaltung zugesandt hat. Dort finden Sie alle notwendigen Zugangsdaten.

Es ist auch möglich, für verschiedene Bankverbindungen verschiedene Verfahren zu nutzen: HBCI für ein Konto, EBICS für ein anderes.

Fazit

HBCI und EBICS sind keine konkurrierenden Qualitätsstandards, sondern unterschiedliche technische Wege zur Bankanbindung. Welches Verfahren für Sie das richtige ist, hängt von Ihrer Bank, Ihren Anforderungen und den anfallenden Kosten ab. In beiden Fällen ermöglicht Ihnen die Anbindung an DATEV Unternehmen Online einen erheblichen Zeitvorteil: Kontoumsätze stehen direkt im System zur Verfügung, ohne dass Sie Kontoauszüge manuell übermitteln müssen.

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